Gastbeitrag von Sue und Rolf Rado

Es gibt Rückmeldungen, die erfreuen unser Herz so richtig – wir bekommen zum Beispiel ein Kompliment zu einem Talent, dessen wir uns gar nicht bewusst waren. Das tut der Seele gut!

Und dann gibt es die anderen Feedbacks – Feedbacks, die uns erstaunen, wütend oder traurig machen oder uns verunsichern, weil wir uns selber ganz anders eingeschätzt haben. Und vielleicht, wenn wir in einer ruhigen Minute ganz ehrlich zu uns sind, spüren wir das Körnchen Wahrheit in der Rückmeldung an uns und verdrängen das sofort wieder.
Das sind Situationen, in denen jemand uns gegenüber mit seiner Aussage mit hoher Wahrscheinlichkeit einen «blinden Fleck» bei uns getroffen hat. Was heisst nun «blinder Fleck»? Der «blinde Fleck» basiert auf dem Johari-Fenster (Quelle: Joseph Luft und Harry Ingham)

Unbekanntes/Unterbewusstsein

Der Mensch (ob Mann oder Frau) wird zu 80 bis 90% aus seinem Unterbewusstsein gesteuert (siehe auch Artikel «Gewinner-Denken»). Massgebend sind hier unsere Gefühle, Erfahrungen und Prägungen, unsere Werte und Erfahrungen und gewisse Automatismen. Da ist vieles versteckt, das mir nicht bekannt bzw. bewusst ist – und auch für andere nicht erkennbar.

Geheimnis

Jeder von uns hat seine grossen und kleinen Geheimnisse – und das darf auch so sein! Und je nachdem, wer unsere Geheimnisse aufdeckt, macht es uns entweder nichts aus oder wir fühlen uns ertappt – und vielleicht ist es uns gar ein bisschen peinlich. Oder sorgt sogar für grösseren Gesprächsstoff.

Öffentliche Person

Das beinhaltet alles, was wir machen, sagen, schreiben und für andere erkennbar ist. Das sind die Teile, die wir von uns preisgeben.

Blinder Fleck

Jeder von uns hat blinde Flecken. Das sind beispielsweise Eigenheiten oder Verhaltensweisen, derer wir uns nicht bewusst sind. Es können auch Dinge sein, die wir an uns kennen, dies aber nicht wahrhaben wollen, weil es vielleicht nicht unserem Selbstbild entspricht – oder uns an jemanden erinnert, den wir gar nicht mögen. Wer hat in seiner Kindheit nicht schon gesagt: «So wie meine Mutter/mein Vater/meine Eltern werde ich nie!» Wer dann mit der  Bemerkung konfrontiert wird: «Genau wie deine Mutter», ist dann möglicherweise nicht besonders begeistert.

Ergänzende Überlegungen:

  • In der Praxis sind natürlich nicht alle vier Vierecke gleich gross.
  • Bei Menschen, die sich weiterentwickeln wollen und sich auch darum bemühen, wird der blinde Fleck im Laufe des Lebens immer kleiner.
  • Sie holen sich gezielt Feedbacks, um blinde Flecken zu erkennen.
  • Auch für diese Menschen ist es nicht einfach, mit Hinweisen auf blinde Flecken umzugehen. Es kann schmerzhaft und fordernd sein, wenn man merkt, dass man bei einem Punkt weniger gut ist, als man sich selber eingeschätzt hat.
  • Wie bei den meisten Feedbacks hat jedoch der Feedback-Nehmer die Möglichkeit, zu entscheiden, welche Rückmeldungen er weiterverfolgen will und welche nicht.

Immer wieder gut, in Erinnerung zu rufen …

Das Leben ist eine Chance, nutze sie.
Das Leben ist schön, bewundere es.
Das Leben ist ein Traum, verwirkliche ihn.
Das Leben ist eine Herausforderung, nimm sie an.
Das Leben ist kostbar, geh sorgsam damit um.
Das Leben ist ein Reichtum, bewahre ihn.
Das Leben ist ein Rätsel, löse es.
Das Leben ist ein Lied, singe es.
Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Das Leben ist Liebe, geniesse sie.
Quelle: Mutter Teresa

Quelle des Artikels: WEKA

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